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Pressebericht vom 25. August 2015 (www.kreiszeitung.de)

Stadt Bassum hat in neue Software investiert
Verkehrsüberwacher unterwegs


Knöllchen sofort per Smartphone zahlen

Von Frauke Albrecht

Hans-Jürgen Donner muss sich so manche Beleidigung anhören. In diesem Fall trifft er auf einen verständnisvollen Autofahrer. © Albrecht

 
Bassum. Knöllchenblock war gestern, heute gibt es Smartphones. Ordnungsamtsmitarbeiter Hans-Jürgen Donner, unter anderem zuständig für die Überwachung des ruhenden Verkehrs, brauchte ein paar Tage, um sich an die neue Technik zu gewöhnen. Aber mittlerweile findet er das Gerät richtig prima. „Eine große Arbeitserleichterung“, sagt er. Die Stadt Bassum hat in Software investiert: 4500 Euro.

Nun kann Donner die begangene Ordnungswidrigkeit gleich in sein Smartphone eintippen, und die Mitarbeiter im Rathaus haben die Daten mitsamt Foto im nächsten Augenblick auf ihrem Rechner.

Der Falschparker findet nach wie vor einen Zettel an seiner Scheibe. Auf dem Vordruck steht: „Über unser Online-Portal im Internet können Sie die Ihnen zur Last gelegte Ordnungswidrigkeit bereits heute einsehen... Bitte verwenden Sie die unten stehende Internetadresse https://www.knoellchen-info.de.“

Dazu ist ein individueller Code angegeben, ebenso der QR-Code. So können Besitzer eines modernen Smartphones das Bußgeld gleich per Handy bezahlen. „Und wer kein Internet hat, bekommt Post von uns“, sagt Donner.

In den vergangenen Wochen ließ die Stadt die Verkehrsüberwachung etwas ruhen. Donner war intensiv mit der Betreuung der Flüchtlinge beschäftigt. Das ist er immer noch, aber er soll verstärkt auch wieder die Verkehrssünder in den Blick nehmen.

Nicht zuletzt generiert die Stadt dadurch Einnahmen. Wie Ordnungsamtsleiter Andreas Abelt mitteilt, fließen gut 8000 Euro im Jahr in den Stadtsäckel.

Donner wird hauptsächlich im Innenstadtbereich unterwegs sein, aber auch dort kontrollieren, wo Anwohner Probleme melden. Ein solcher Bereich sei auf jeden Fall am Krankenhaus, weiß der Ordnungsamtsmitarbeiter. Seit dem Umbau habe sich die Parkplatzsituation dort weiter verschärft.

Aber auch an der Sulinger Straße, Bahnhofstraße, Kirchstraße und Lange Straße würde häufig rücksichtslos geparkt. Ob auf dem Gehweg oder vor Einfahrten – viele Autofahrer ignorieren die Parkverbot- und Halteverbotsschilder. Wer dabei ertappt wird, muss zwischen 15 und 35 Euro zahlen.

„Die meisten sind einsichtig, wenn ich sie auf ihr Fehlverhalten anspreche“, sagt Donner. Aber es gebe auch einige wenige, die unflätig oder gar handgreiflich würden. „Stadtschreiber gehört noch zu den netten Beschreibungen“, sagt Donner. Es gab auch schon tierische Bezeichnungen. Kürzlich musste er gar die Beine in die Hand nehmen, als er zwei Bassumer auf deren ungültiges Nummernschild hinwies. Das wollten die beiden nicht hinnehmen. „Ich kenne die Personen“, erzählt Donner. Es sei in diesem Fall besser gewesen, das Weite zu suchen.

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