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Pressebericht vom 14. Januar 2013 (Quelle: www.moenchengladbach.de)

"Knöllchen" per Handy bewährt sich

Nach sechs Wochen zieht das Ordnungsamt eine erste Bilanz.

„Papierknöllchen waren, gestern. Mobile Datenübertragung ist heute“, so fasst Reinhold Gerhards, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, das Anfang Dezember eingeführte neue Verfahren zur Erfassung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr zusammen. 1969 hatte der Gesetzgeber die Zuständigkeiten den Kommunen übertragen. Als in den 1980er Jahren vielerorts moderne, aber teure Handerfassungsgeräte eingeführt wurden, beteiligte sich die Stadtverwaltung nicht an der Einführung der neuen Technik und blieb dem alten System, Knöllchen per Hand auszufüllen und hinter den Scheibenwischer zu stecken, treu. Mit dem Einsatz der neuesten Smartphone-Generation gehört der mit Hand ausgefüllte Verwarnzettel nun auch in Mönchengladbach endgültig der Vergangenheit an. Insgesamt 39 nagelneue iPhone 4S hat die Verwaltung für die 33 Politessen im Außendienst sowie für den Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst (KOS) angeschafft. „Die Vorteile liegen buchstäblich auf der Hand“, so Reinhold Gerhards nach der sechswöchigen Einführungsphase. „Die Geräte sind einfach zu handhaben, ermöglichen eine schnellere Erfassung und reibungslose Übertragung der Daten in den Innendienst“.

Wer ordnungswidrig parkt, erhält seit Anfang Dezember nur noch ein Kärtchen der Stadt mit dem allgemeinen Hinweis, dass in Kürze mit einem Knöllchen zu rechnen ist. Genaueres über die Ordnungswidrigkeit und die Summe des Verwarngeldes enthält das auf dem Postweg nach fünf bis zehn Tagen zugeleitete amtliche Schreiben, das auch entsprechende von den Politessen vor Ort gefertigte Fotos zum Parkvergehen beinhaltet. Dass mit der Einführung der modernen Technik und der Verwendung der allgemeinen Hinweiskarte die Arbeit der Politessen vor Ort nicht nur praktischer, sondern zugleich auch angenehmer geworden ist, weiß Reinhold Gerhards zu berichten: „Die Zahl der Beschwerden beim Ausstellen der Knöllchen ist deutlich zurückgegangen. Das Verhalten vieler Bürger ist nicht mehr so aggressiv wie früher“. Das bestätigt auch Irene Fromm, die als Politesse täglich unterwegs ist. „Wir haben seitdem wesentlich weniger Ärger mit den Bürgern. Die neue Technik möchte ich nicht mehr missen“, betont sie.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 122.374 Verwarnungen erteilt und dadurch Einnahmen in Höhe von 1,3 Millionen Euro erzielt. Vor Einführung der neuen Smartphones für die Parküberwachung hatte das Ordnungsamt mit Mehreinnahmen in Höhe von fünf Prozent gerechnet. „Die sechswöchige Einführungsphase zeigt aber, dass wir zum Ende des Jahres wahrscheinlich höher liegen werden“, so Reinhold Gerhards.

Die Verwarnungen vom Ordnungsamt werden mit Hilfe von Smartphones erteilt.

 

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